NOT TO BE

Nachdem er eine große Dosis Heroin zu sich nimmt erschießt sich Kurt Cobain auf seinem Dachboden in Seattle. Der festen Überzeugung, dass dies „das Ende“ sei findet sich Cobain in jenem „unentdeckten Land aus des Bezirk kein Wanderer zurückkehrt“.

Dort trifft er eine seltsame Gestalt, die behauptet „Boddah“ – der imaginäre Freund aus seiner Kindheit – zu sein. Er entführt Cobain in Rückblenden aus dessen Psychose und erschafft dabei eine hypnotische Reise, die immer wieder Begegnungen mit Cobains Freundin Courtney Love mit sich bringen, die ihn anfleht, verführt und bedroht – am Leben zu bleiben. Visionen seiner vergangenen Begegnungen mit gutmenschlichen medizinischen Teams, die versuchen Cobain zu retten, tragen zu der Absurdität seiner Lage bei. Hätte es eine Erlösung für Cobain geben können oder ist er doch endlich an dem Ort angekommen, der ihn Frieden finden lässt? „Wenn du stirbst“, sagte Cobain, „bist du rundum glücklich und deine Seele lebt irgendwo weiter. Ich habe keine Angst zu sterben. Absoluter Frieden nach dem Tod, jemand anders zu werden, das ist die größte Hoffnung, die ich habe.“

Auf der anderen Seite des Selbstmordes, gibt es da Erlösung für die Geplagten? „Not To Be“ erforscht den Raum zwischen Leben und Tod.

Photography: Leon Schirdewahn-Debring